Derrida erwähnt die Notwendigkeit einer neuen Interpretation des Religiösen Gehalts durchzuführen. Mit anderen Worten, die demokratische Seite des Koran zu beleuchteten.
Und das gelingt uns nur, wenn wir in der Lage sind das Heilige zu Seite zu stellen und eine neue Aufklärung in Gang zu setzen. Die Aufklärung ist kein radikaler Bruch. Sie benutzt die gleichen Prinzipien, die der Islam benutzt hat. So können wir nicht nur auf die Gottesworte hören, sondern sie kritisieren und auch in Frage stellen. Das wäre dann in dem Fall keine Blasphemie, sondern eine Kontinuität.
Ein radikaler Extremist ( ob Jude, Christ oder Moslem), der Gottesworte benutzt um seine politischen Ziele zu erreichen, beispielsweise, Minarett-verbot, ist meines Achtens zu vergleichen mit Busch, der im Namen der Demokratie Länder erobert und Menschen umbringen lässt.
Die westliche Wahrheit ist auch nicht entsakralisiert worden, denn Patriotismus, Kriege, Busch Kreuzzüge, Staatgrenzen, Minarett-Verbote sind alle Ausdruck dieser Gewalttätigen Wahrheit.
|