beispielsweise über Handy mitteilen, wo sie soeben den besten Drink der Stadt genießen, erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Der Kurznachrichten-Dienst Twitter bietet die Standortpositionierung bereits heute an. Auch der Internet-Gigant Google ist kürzlich auf den Zug aufgesprungen und gibt mit "Google Buzz" ebenfalls die Möglichkeit, seinen E-Mail-Kontakten per Statusmeldung mitzuteilen, wo man sich gerade wieder herumtreibt.
Nun also auch Facebook. Das nach eigenen Angaben größte soziale Netzwerk der Welt hatte bereits ohne viel Aufhebens Ende vergangenen Jahres seine AGB um einen entscheidenden Punkt erweitert. Dort heißt es nun: "Wenn du deinen Aufenthaltsort anderen mitteilst oder eine Statusmeldung mit einer Ortsangabe versiehst, dann behandeln wir das wie jeden anderen Inhalt, den du auf Facebook postest." Nach Angaben des Unternehmens kann der Nutzer bei dem Feature aber frei entscheiden, ob er seinen aktuellen Standort anderen Mitgliedern zugänglich machen will oder nicht.
Der neue Service wird wohl überwiegend von GPS-fähigen Mobiltelefonen genutzt werden, die eine Facebook-Anwendung installiert haben. Mit den meisten Geräten der aktuellen Smartphone-Generation ist das möglich. Insider, die mit den Facebook-Plänen vertraut sind, berichten, es werde einerseits direkt über die Community-Plattform die Möglichkeit geben, den Standort zu posten. Außerdem könnten externe Entwickler mittels neuer Software-Anwendungen zukünftig Facebook-Nutzer mit eigenen ortsbezogenen Diensten locken. Besonders die Werbewirtschaft wird sich da freuen. Kann sie doch nun Mitglieder sozialer Netzwerke nicht nur zur rechten Zeit, sondern auch am rechten Ort gezielt ansprechen.
Wer bereit ist, seine Geodaten über Facebook, Twitter, Google und andere Communitys öffentlich zu machen, wird sich nicht wundern müssen, wenn die Pizzeria, an der er gerade vorbeigeht, ihn mit einem günstigen Mittagsmenü lockt, oder der Elektromarkt an der Ecke mit den neusten Schnäppchen wirbt.
Noch erscheint dieses Szenario für viele fremd. In ein paar Jahren ist es wahrscheinlich Normalität.
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