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Die Fremde
Von: Nourdine Baroudi
Wach auf, mein Freund! morgen reisen wir mit dem Mond. Verlasse deine Träume! morgen gehen wir gemeinsam. Die Fremde wartet auf uns. Vergiss nicht dein Gepäck und was dir aus der Heimat übriggeblieben ist. Ach vergiss nicht deinen schwarzen Mantel, denn Die Nachbarn könnten uns sehen und die Sonne könnte uns verblenden Und dann verlieren wir die Worte. Singe mir ein Lied! Ich friere. Dein Körper ist kalt und deine Augen sind starr. Wohin schaust du? Ich bin doch hier.
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Bild: Nourdine Baroudi
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Wo ist dein Reisepass? Ich habe ihn schon lange nicht mehr gesehen. Wach auf, mein Freund! Wenn es ihnen gelungen war, dich in ein Stück Papier zu verwandeln, ich werde aus dir einen Menschen machen. Wach auf! Morgen wartet Moses auf uns. Er wird das tosende Meer mit seinem Hirtenstab verzaubern, dann können wir bequem hindurch laufen. Mache dir gar keine Sorgen, denn Moses hält immer sein Wort. Nein, nein wir werden doch nicht ertrinken und der Pharao und seine Armee können uns nichts mehr antun. Die Zeiten der Knechtschaft sind längs vorbei. Wach auf! Verlasse deine Träume! Die Fremde wartet auf uns. Wir geben ihr unsere Erinnerungen und kehren erschöpft zurück. Uns bleiben dann nur die unendlichen Strecken und ein wenig Identität.
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