Tunesien, Algerien, Marokko: Die Region Maghreb ist in wenigen Flugstunden von Österreich aus erreichbar. Die Distanz in den Köpfen (exportieren)der Unternehmen ist da schon größer. Die sprachlichen Hürden - ohne Französisch kommt man nicht weit - genauso wie mangelnde historische Verbindungen - im Gegensatz zu Osteuropa - haben bisher dazu geführt, dass die Länder Nordafrikas wenig beackert wurden.
Das könnte sich ändern. Südosteuropa ist erschlossen und der Leidensdruck, sich neue Märkte zu erarbeiten, wächst. Nicht zuletzt angesichts der Wirtschaftskrise und dem Wegbrechen traditio neller Handelspartner. Um die Herausforderungen, die Schwellenländer mit sich bringen, kommt freilich niemand herum: "Man kann an sehr professionelle Geschäftspartner geraten. Aber es gibt auch andere", formuliert es Ulrike Straka, Handelsdelegierte der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) für Algerien und Tunesien, diplomatisch. Ein längerer Geduldsfaden ist jedenfalls von Vorteil - vor allem, wenn man sich um öffentliche Aufträge bemüht. Auch die Zahlungsmoral ist ein Thema - sich im Vorfeld möglichst abzusichern, folglich ebenso. Politisch gilt die Region als stabil, wobei Algerien weiterhin mit einem Sicherheitsrisiko behaftet ist.
Unter der Schirmherrschaft der Außenhandelsstellen der WKÖ wurde jüngst eine Wirtschaftsdelegation durch die drei Länder geführt, um Türen zu öffnen. Von Vertretern der Holz- und Erdölindustrie über den Rinderhändler bis hin zu Maschinenlieferanten für die Bauwirtschaft loteten Unternehmer und Manager die höchst unterschiedlichen Chancen auf den drei Märkten aus. Herausgekommen sind erste Kontakte, tragfähige
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