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Der Sloughi: Eine Hunderasse aus Marokko.

Woher der Sloughi ursprünglich herstammt basiert größten Teils auf Vermutungen. Man geht davon aus, dass der Sloughi aus dem Orient stammt und heute fast nur noch in Nordafrika vorkommt. Auf alten Tonscherben (ca. 3000 v. Christus) entdeckte man einen kurzhaarigen und hängeohrigen Windhund, der große Ähnlichkeit mit dem Sloughi aufweist. Der Sloughi kommt heute nur noch in Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen vor und existiert auf der arabischen Halbinsel, neben dem Saluki. Er wurde und wird für die Langstreckenjagd in seinen Ursprungsländern eingesetzt.
Der Sloughi zählt zur orientalischen Windhundfamilie. Vom äußeren Erscheinungsbild her ist er ein kurzhaariger mittelgroßer kräftiger hängeohriger Windhund. Sein Blick wird sehr oft als traurig beschrieben. Seine Muskulatur ist "trocken", d.h. der Sloughi hat flache und lange Muskelstränge, die selbst bei noch so gutem Training nicht so muskulös wie bei einem Greyhound oder Whippet sein dürfen.

 

Er hat einen nahe zu horizontalen Rücken (die Lende muss leicht gewölbt sein) gemäßigte Winkelungen und eine "aufgezogene" Unterlinie.
Seine Augen sind zumeist Bernsteinfarben. Seine Farben reichen von hellsand, rotsand, über rot- oder hellsandgestromt bis hin zu sandfarben oder gestromt mit schwarzem Mantel, jeweils mit oder ohne Maske. Laut Standard darf der Sloughi höchstens einen kleinen weißen Brustfleck haben. Größere weiße Brustflecken oder auch weiße Zehen und Stiefel sind zuchtausschließende Merkmale. Sein Gangwerk ist schwebend und leichtfüßig.
Vom Gesamtbild her ist der Sloughi kompakt und kräftig, d.h. er darf nicht zu zierlich sein.
Der Sloughi ist ein sensibler, wacher und intelligenter Windhund. Er liebt die Abwechslung, seien es Spaziergänge an der Leine, toben auf dem freien Feld, Coursing, Windhunderennen oder Agility (um nur ein paar Aufzuzählen). Der Sloughi ist ein vielseitiger Windhund, der seinen Besitzern eng verbunden ist und die Nähe zu diesen braucht.

Beschreibung

Kurzer geschichtlicher Abriss:
Der Sloughi ist seit Jahrhunderten in Nordafrika heimisch. ln Marokko, für den Standard verantwortliches Land, ist er zur Zeit in größerer Zahl vorhanden. Er kommt nur kurzhaarig vor.
Allgemeines Erscheinungsbild:
Durch sein Aussehen, die Feinheit seiner Gewebe und die Trockenheit seiner Muskulatur ist seine Gesamterscheinung die eines sehr rassigen und eleganten Hundes.

Wichtige Proportionen: Bei einem Rüden von der Idealgröße von 70 cm sollte die scapulo-ischiale Körperlänge 67 - 68 cm betragen. Bei einer Hündin von der Idealgröße von 65 cm sollte die scapulo-ischiale Körperlänge 62 - 63 cm betragen. Die scapulo-ischiale Körperlänge verhält sich zur Widerristhöhe wie 9,6 zu 10 (0,96). Die Tiefe der Brust verhält sich zur Widerristhöhe wie 4 zu 10 (0,4). Die Fanglänge verhält sich zur Gesamtlänge des Kopfes wie 1 zu 2 (0,5)

 

 

Verhalten/Charakter (WESEN):
Obgleich edel und stolz hängt er sehr an seinem Herrn und verteidigt ihn bei Veranlassung. Mit dem Instinkt des Jägers ausgestattet und zu ausdauernder Anstrengung fähig, schätzt er gleichwohl die bequeme Behaglichkeit eines Heims.

Kopf:
Von der Seite gesehen ist der Kopf langgestreckt, elegant, fein, jedoch ausreichend kräftig. Von oben gesehen bildet er einen sehr langgestreckten Keil, wobei der Schädel den breitesten Teil ausmacht, der sich dann bis zu der vom Nasenschwamrn gebildeten Spitze hin verjüngt.
Oberkopf:
Schädel: Ziemlich breit und von der Seite gesehen flach; von Ohr zu Ohr misst er 12 bis 14 cm. Im hinteren Teil ist er deutlich abgerundet und an den Seiten harmonisch geschwungen. Die Augenbrauenbogen treten wenig hervor, die Stirnfurche ist kaum ausgebildet und das Hinterhauptbein und der Hinterhauptstachel sind knapp sichtbar.
Stop: Wenig ausgeprägt.
Gesichtsschädel
Nasenschwamm: Schwarz kräftig genug, um nicht spitz zu erscheinen, Nasenflügel weit geöffnet, da keine knöcherne Basis ihn stützt, fällt er andeutungsweise ab
Fang: In Form eines ohne Übertreibung langgestreckten Keils, von deutlich gleicher Lange wie der Oberkopf. Der Nasenrücken verläuft von seiner Verschmelzung mit dem Oberkopf an gerade.
Lefzen: Fein und schmiegsam, den Unterkiefer gerade eben bedeckend. Der Lippenwinkel soll so wenig wie nur möglich sichtbar sein.
Kiefer/Zähne: Zähne normal, Kiefer kräftig und regelmäßig Scherengebiss.
Augen: Groß dunkel, gut in den Augenhöhlen eingefasst gelegentlich durch eine leichte Schräge der Augenlider ein wenig verdeckt. Ihr Ausdruck ist sanft, ein wenig traurig, der Blick wie voll Heimweh. Bei hellem Haarkleid kann das Auge bernsteinfarben sein. Die Lidränder sind pigmentiert.
Ohren: Hoch angesetzt, etwas Ober der Augenlinie, hängend, gut am Kopf anliegend, nicht zu groß von dreieckiger Form, an der Spitze leicht abgerundet.
Hals: Lang, gut abgesetzt Oberlinie leicht gebogen; seine Länge entspricht deutlich der Länge des Kopfes. Die Haut ist fein, recht straff, ohne Wamme Das Haar ist kurz.

Körper:
Obere Profillinie: Sanft und harmonisch geschwungen, mit gut vorstehenden Hüften, deren Höhe der Widerristhöhe entspricht oder diese leicht übertrifft.
Widerrist: Gut vorstehend.
Rücken: Kurz, fast waagerecht.
Lenden: Kurz, trocken, breit und leicht gewölbt.
Kruppe: Knochig, breit, schräg ohne stark abzufallen.
Brust: Nicht zu breit; in der Tiefe reicht sie kaum bis zu den Ellenbogen. In der Länge ist sie gut entwickelt. Die Rippen sind flach.
Untere Profillinie und Bauch: Brustbein lang und hochgezogen, Bauch und Flanken gut aufgezogen. Die untere Linie bildet einen regelmäßigen Bogen, sie ist weder abgehackt noch übermäßig aufgezogen.
Rute: Dünn, hager, in der Verlängerung der Kruppe angesetzt und unterhalb der Rückenlinie getragen. Sie soll mindestens bis zum Fersenhöcker reichen. In der Ruhe zeigt das Rutenende eine ausgeprägte Biegung.

Gliedmassen:
Vorderhand: Allgemeines: Vollkommen gerade und senkrecht.
Schultern: Lang und schräg.
Oberarm: Kräftig.
Unterarm: Knochig und muskulös.
Vorderfußwurzelgelenk und Vordermittelfuß: Biegsam und kräftig.
Hinterhand: Allgemeines: Von hinten gesehen gerade und senkrecht; Muskeln flach; Sehnen abgesetzt.
Oberschenkel: Flach und muskulös.
Unterschenkel: Lang und gut bemuskelt.
Sprunggelenk: Kräftig, gut gewinkelt.
Hintermittelfuß: Kräftig, ohne Afterkrallen.
Pfoten: Mager, länglich-oval, bei vielen leichten Sloughis deutlich die Form einer Hasenpfote annehmend. Die beiden mittleren Zehen sind deutlich länger als die anderen. Die Krallen sind schwarz oder farbig.

Gangwerk:
Gangarten Schritt, Trab und Galopp. Die Bewegung soll geschmeidig und leichtfüßig sein, die Schritte aus- und raumgreifend.

Haut:
Sehr fein, gut am Körper anliegend, ohne Falten oder Wamme.

Haarkleid:
Haar: Sehr kurz, dicht und fein.
Farbe: Alle Tonschattierungen von hell-sandfarben bis zu rotsandfarben; mit oder ohne schwarze Maske, mit oder ohne schwarzen Mantel, mit oder ohne schwarze Stromung, mit oder ohne schwarze Wolkung.

Größe:
Widerristhöhe: Für Rüden: 66-72 cm. Für Hündinnen 61 - 68 cm.

Quelle: dar-essloughi.de

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