Home
Marokko
Städte
Kultur
Küche
Bilder
Sport
Kontakt
       
Marrakesch
Rabat
Fes
Casablanca
Meknes
Agadir
Tanger
Ouarzazat

 

Mit Safran für den Umweltschutz

 

Der Toubkal ist der höchste Berg im Atlas und Toubkal heißt auch der gleichnamige Nationalpark im Süden von Marrakesch.
Hier, rund um den 4.000 Meter hohen Berg, liegen Dutzende kleiner Dörfer eingekesselt im schmalen Teeland.

Die Menschen hier sind arm, sehr arm und sie ernähren sich nur von den Erträgen ihrer kleinen Äcker. Seit kurzem sind sie aber wie elektrisiert: Sie bauen nämlich Safran an:
"Hier sieht man Terassen, wo die Dorfbewohner viele verschiedene Pflanzen anbauen und hier haben wir eine kleine Parzelle zum testen, auf der Safran angebaut wird."
Die technische Beraterin für deutsche Entwicklungshilfeorganisation GTZ berät die Dorfbewohner in dem kleinen Tal von Agoundis:
"In diesem Tal wurde noch nie Safran angebaut, aber es gibt Tests aus einem anderen Tal in Oureka, und da hat es funktioniert. Das nationale Forschungsinstitut sieht keine Gründe, warum das nicht auch hier funktionieren kann, und deswegen testen wir jetzt auf drei Parzellen."
Mit Safran lässt sich in Marokko Geld verdienen, viel Geld. Anders als die herkömmlichen Pflanzen können die Bauern in dem armen und abgeschiedenen Tal im Atlas damit ihr Einkommen aufbessern:
"Im kommenden Frühjahr werden wir zum ersten Mal ernten", sagt  der Präsident der landwirtschaftlichen Kooperative. "Aber richtig spannend wird es erst im nächsten Jahr", sagt er.
Denn, wenn der Safran gedeiht, proitieren nicht nur die Bauern im Tal, sondern auch die Umwelt. Mit höheren Einkommen können die Menschen ihren Tierpark verringern, der dramatisch zur Zerstörung des Nationalparks beiträgt. Die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen im Toubkal-Nationalpark sind nämlich so groß, dass an manchen Orten inzwischen kein Baum mehr wächst. Die Böden erodieren und die Wüste breitet sich aus:
"Die Idee unseres Teams war es, die Dorfbewohner bei ihrer Wald- und Wiesennutzung nicht einzuschränken. Sie nutzen den Wald und die Böden für ihre Landwirtschaft", so die technische Beraterin für die Entwicklungshilfeorganisation GTZ.


Und da leidet vor allem die Natur. Sollte die kostbare Pflanze hier im Tal gedeihen, kann der Druck auf die natürlichen Ressourcen im Toubkal-Nationalpark direkt verringert werden - die technische Beraterin für die Entwicklungshilfeorganisation GTZ:
"Die Ursprungsidee war mit Medizinalpflanzen und Kräutern Geld zu verdienen. Wir haben im Nachbartal Oureka Kräutergärten besichtigt und auch einen Safrangarten gesehen. Als die Menschen aus dem Tal hier dies gesehen haben, und wie gut er dort gedeiht, da wuchs ihr Interesse. Sie glauben, bei ihnen herrschen die gleichen Anbaubedingungen, also kann der Safran auch hier gedeihen."
Der Safran könnte finanziell die gleiche Bedeutung bekommen wie das Cannabis im Norden Marokkos. Der Vorteil wäre natürlich, dass Safran legal ist und trägt zudem zum Schutz des Nationalparks bei. Bereits jetzt sind alle Dorfbewohner Feuer und Flamme, sogar die Männer krempeln die Ärmel hoch, und das, wo doch Ackerbau in Marokko Frauensache ist:
"Wenn es funktioniert, helfen wir ihnen im gesamten Tal, Safran anzubauen, das bringt viel Geld und ist eine gute Einkommensquelle für das gesamte Tal, und sie können das dann selbstständig weiterführen", so die technische Beraterin für die deutsche Entwicklungshilfeorganisation GTZ.
Auch die marokkanischen Behörden glauben inzwischen an den Safran, sie wollen nun dem weltgrößten Safran-Exporteur Iran Konkurrenz machen und fördern massiv die Menschen hier im Tal. So lassen sich gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: besserer Umweltschutz und höhere Exportsteigerungen - all das mit deutschen Entwicklungshilfe.

Quelle: inforadio.de

Kommentar
 

Ihr Name*

Ihre eMail-Adresse*

Ihr Kommentar*

(Restzeichen: 2500)
 
    

 

Home | Suche | Werbung | Marokko| Kontakt 

       

Presse
Video
Radio
Musik
Filme
Forum

Partner
Feedback

       
       

 

 

Copyrights 2007: www.atlas-marokko.de