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Mit seinem neuen Buch will Nourdine Marokkaner und Deutsche ansprechen

atlasmarokko.de

Am 20 Oktober 2009 führte Abdelhafid Mhamdi Alaoui , von atlasMarokko.de , mit dem in Deutschland lebenden marokkanischen Schriftsteller Nourdine Belheouari dieses Interview. Der Anlass dieses interessanten Gespräches war die Erscheinung seines neuen Buches „die Fremde“.


Bild: Noureddine Belhaouari

 

Seit wann leben Sie in Deutschland?

Ich lebe in Deutschland seit 1991

Was hat sie  nach Deutschland verschlagen?

Ich bin zum Studium gekommen.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen ein Buch zu schreiben?

Ich wollte immer eine Geschichte erzählen und ich habe immer den Drang gehabt meine Meinung und wie ich die Dinge wahrnehme und empfinde mitzuteilen

Worum geht es in diesem Buch?

Es geht dabei um einen jungen Mann Said, der aufgrund seiner schwierigen und traurigen Vergangenheit, die ich dann in der zweiten Geschichte dargestellt habe, das Land (Marokko)  zu verlassen beabsichtigt, um dann nach Deutschland zu reisen, wo er dann von seiner geliebten Zahra empfangen wird. Die zwei Protagonisten werden ein skurriles und obskures Leben führen. Sie versuchen gemeinsam eine Existenz in Deutschland aufzubauen, doch die Bürokratie lässt die Liebe, die Existenz, den Traum vom großen Geld und die Hoffnung auf ein normales Leben scheitern.
Auf der anderen Seite, wird Zahra entdecken, dass der Mann, den sie all die Jahre geliebt hat, sich als ein Fremder entpuppt. Sie kommt damit nicht klar  und sieht die Zivilisation nur als potentielle Rivalin und hier habe ich versucht implizit und unterschwellig ein Trio zwischen Zahra, der Zivilisation und Said zu bilden.
Die Traditionen und die Sitten, die die Beiden Protagonisten (als Kulturtragende Personen) in sich haben, bestimmen ihr Verhalten und ihre Lebensweise und  tragen dazu bei, dass Zahra sich vom dem gesellschaftlichen Geschehen zurückzieht.
Saids emotional unerwartete Ablehnung Zahra gegenüber, zwingt sie zur kompletten Isolation.
Von seiner Vergangenheit verfolgt und gleichermaßen traumatisiert, lebt Said in sich eingeschlossen und nimmt Zahra nur als eine Last wahr, welche er loswerden will.
Der Titel „ die Fremde“ trägt  in diesem Roman zwei Bedeutungen oder zwei Facetten: das Fremdsein und die Fremde als geographischer Ort (zugleich), was wir auf marokkanisch als „Al Ghorba“ bezeichnen. Ich habe sehr lange nachgedacht, ob ich nicht den marokkanischen Titel nehme, doch letztendlich entschied ich mich für „die Fremde“ und das natürlich aus ästhetischen Gründen. Warum nicht AlGhorba, weil das Wort Al Ghorba einen starken und pathetischen Ausdruck beinhaltet, den ich nicht beabsichtige. 

Warum haben Sie das Buch auf die deutsche und nicht auf die arabische Sprache, die Ihre Muttersprache ist, geschrieben?

Erstens, weil mein arabisch schlecht ist und zweitens, weil ich in erster Linie Marokkaner und Deutsche hier in Deutschland ansprechen will.

Haben Sie es vor, weitere Bücher zu schreiben?

Ja, ich arbeite schon dran. 

Denken Sie, lohnt es sich schon, dass man ihr Buch in die arabische Sprache übersetzt, damit die arabischen Leser, unter anderem Ihre Landesleute,  auch es lesen können?

Absolut, ich werde mich darüber freuen, wenn irgendwer die Mut und die Geduld besitzt, das Buch zu übersetzen.



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