Design, die Auswahl der Farben und deren harmonischer Abstimmung mit den Schnitten der Kleider, als auch in der Widerspiegelung der reichen kulturellen und traditionellen marokkanischen Gesellschaft. Dem Publikum wurde dadurch ein etwas anderes Bild gezeigt, als das, was es sonst von internationalen Modeschauen gewöhnt war.
Die Kreationen von Albert Awiknin, Fadila Barada, Hassan Tamer, Karim Tasi, Muhammad Al-Amin Marani, Nadjia Abadi, Salima Abdelwahed und Zahra Yakoubi umfassten eine Auswahl von verschiedenen traditionellen Abendkleidern aus verschiedenen Stoffen, besonders aus Seide, Kord, Spitze, Taft und Mousseline, was den Kreationen eine unwiderstehlich elegante Form und Weiblichkeit verlieh.
Der marokkanische Kaftan bewies auf dieser Modenschau, dass er erfolgreich, unter Wahrung seiner ursprünglichen Identität, mit der zeitgenössischen Mode mithalten kann. Der Kaftan, der ursprünglich den Männern vorbehalten war, bevor er ab dem 18.Jahrhundert auch von Frauen getragen wurde, ist bis heute ein Kleidungsstück, mit dem sich die marokkanischen Frauen auf abendlichen Festen und Feiern, an Feiertagen und auf privaten und öffentlichen Partys schmücken, da er Schönheit und Eleganz verbindet, gleichzeitig aber bequem ist. Außerdem lässt sich sein Design problemlos an moderne Modeideen anpassen.
Jede Modenschau bietet die Möglichkeit den Glanz der jungen und kreativen Modeschöpfer hervorzuheben, die all ihre Fertigkeiten und Talente aufbringen, um neue Kreationen zu schaffen, die diesem traditionellen Gewand zu weltweiter Verbreitung verhelfen. So gab es einen leidenschaftlichen Wettbewerb um die Präsentationen des letzten Schreis: vom Schnitt über das Nähen bis hin zu den Stoffen und einen Mix von Aufsehen erregenden Farben.
Diese Erneuerungen brachten den marokkanischen Kaftan aus seiner geographischen Nische in Nordafrika heraus und eröffneten ihm neue Horizonte. Er profitierte vom marketingtechnischen Geschick der Designer, die für jeden Geschmack, ob Ost oder West, in einer wunderschönen Mischung aus Phantasie und Neuschöpfung etwas zu bieten hatten.
Der Kaftan hat sich durch die jungen Designer weiterentwickelt, da sie seine Herstellung beherrschen und seine Wurzeln so gut kennen, dass es ihnen ermöglichte seine Symbolik zu decodieren und seine Muster und Farben zu verstehen. Somit gaben sie ihre Leidenschaft für den marokkanischen Kaftan an internationale Designer weiter. Dies trug dazu bei, den Kaftan von marokkanischen Feierlichkeiten in die angesehensten Modehäuser der Welt, darunter Balman, Yves Saint Laurent, Jean Paul Gautier und andere, zu bringen, was das Aufsehen von Modeliebhaberinnen aus verschiedenen Kulturen und Ländern erregte.
Der Kaftan war Ehrengast auf verschiedenen Modeschauen mit arabischem und westlichem Publikum. Dadurch wurde ihm eine besondere Stellung unter den Kleidungsstücken der Schönen in Orient und Okzident zuteil, denen er einen unvergleichlichen, strahlenden Zauber verleiht.
Vielleicht liegt ja das Geheimnis der internationalen Anerkennung des Kaftans in der Liebe der international berühmten Stars zu diesem Kleidungsstück, die den Kaftan für große festliche Anlässe wählten. So kam die amerikanische Schauspielerin Susan Sarandon zur letzten Runde des internationalen Filmfestivals in Marrakesh in einem goldenen Kaftan. Unter den vielen Kaftanen, die auf dem Festival zu sehen waren, war der Kaftan, den Sarandon trug der leuchtendste und schönste. Sie schritt damit stolz über den roten Teppich des berühmtesten Festivals auf dem afrikanischen Kontinent.
In der arabischen Welt verbreiteten die Nachrichtenagenturen und Zeitungen Bilder der libanesischen Sängerin Haifa Wahbi, die in ihrem marokkanischen Kaftan daherschritt. Diese Bilder erregten große Neugier unter ihren Anhängern und Fans. Haifa gab dazu folgenden Kommentar: “Der Kaftan lässt seine Trägerin den Stolz der arabischen Frau und die Schönheit und den Zauber der westlichen Frau fühlen.”
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